Alfred Russel Wallace erblickte im Jahre 1823 das Licht der Welt. Am achten Januar dieses Jahres wurde er als vorletztes Kind des Anwaltes Thomas Vere Wallace und seiner Frau Mary Anne geboren. Seine Kindheit war von den bescheidenen Verhältnissen geprägt, in denen die Familie lebte. So musste er schon früh die Schule verlassen. Er begann eine Lehre als Landvermesser bei seinem Bruder. Nur auf diese Weise konnte der junge Alfred zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Autodidakt und Multitalent

Diese Benachteiligung machte Alfred Wallace mit einem unbändigen Hunger nach Wissen wieder wett. Als Landvermesser registrierte er jede Kleinigkeit in der Natur. Er schulte auf diese Weise seine Beobachtungsgabe und die Fähigkeit die gemachten Beobachtungen mit einander zu verbinden. Während seiner Ausbildung besucht der junge Alfred das Institut für Mechanik in London. Nach seiner Arbeit als Landvermesser bekommt Wallace eine Anstellung als Zeichenlehrer am Collegiate College in Leicester. Neben seiner Arbeit ist Wallace häufig in der dortigen Stadtbibliothek zu finden. Dort freundet er sich mit Henry Walter Bates an. Doch Wallace befriedigt seine Aufgabe als Lehrer nicht.

Als sammelnder Naturforscher in Südamerika

Nach einem längeren, durchaus erfolgreichen Intermezzo als Bauingenieur und Dozent am Mechanischen Institut in Neath tut er sich mit Henry Walter Bates zusammen. Die beiden fahren 1848 nach Südamerika. Innerhalb von vier Jahren durchstreift Wallace das Amazonasgebiet. Dabei sammelt er alles, was ihm unter die Finger gerät. Doch die Expedition steht unter keinem guten Stern. 1852 tritt Wallace die Heimreise an. Nach vier Wochen auf See fängt die Ladung des Schiffes, auf dem er sich befindet, Feuer. Die Mannschaft und die Passagiere werden gerettet. Die Fracht ging verloren, darunter die gesamten von Wallace gesammelten Tiere und Pflanzen sowie ein Großteil seiner Notizbücher und Zeichnungen. Doch der Forscher hatte noch Glück im Unglück. Die Fracht war versichert. Von der Prämie und den Verkaufserlösen der geretteten Sammlung konnte Wallace seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Erfolg in Indonesien

Durch gezielte Erkundigungen erfuhr Wallace, dass eine große Nachfrage nach Tieren und Pflanzen aus Indonesien bestand. Außerdem nahm Wallace in dieser Zeit Kontakt zu anderen Naturforschern auf, darunter auch mit Charles Darwin. 1854 brach Wallace mit Unterstützung der Royal Geographical Society in Richtung Südostasien auf. Bis 1862 bereiste er die indonesischen Inseln und sammelte mehrere 10.000 Pflanzen und Tiere. Auf seinen Reise bemerkte der Forscher die unterschiedliche Zusammensetzung der Floren und Faunen in Indonesien. Zwischen den Inseln Bali und Lombok verläuft ein unsichtbare Grenze. Westlich von ihr leben Tiger, Nashörner und Affen. Auf der anderen Seite kommen Kängurus, Paradiesvögel und Koalas vor. Die Wallace-Linie bildet die Grenze zwischen der australischen und der asiatischen Faunenregion. Mit dieser Beobachtung und der Einbeziehung von ähnlichen Grenzen auf der übrigen Erde schuf Wallace die Biogeographie als Wissenschaft. Während seiner Arbeit in den Regenwäldern Südamerikas und Asiens beobachtete er nicht nur die unterschiedliche Verbreitung von vermutlich miteinander verwandten Tier- und Pflanzenarten. Er machte sich auch Gedanken über die Ursachen dieses Phänomens. Doch mit der Ausarbeitung seiner Ideen zur Artbildung war Wallace nicht so erfolgreich.

Manuskript zur Entstehung der Arten

Im Sommer 1858 fasste Wallace seine Überlegungen zur Entstehung der verschiedenen Arten in einem Manuskript zusammen. Dies schickte er an Charles Darwin zur Begutachtung. Dieser bemerkt die erstaunliche Übereinstimmung der beiden Theorien zur Artentstehung. Dies veranlasste Darwin, seine eigene Veröffentlichung zu diesem Thema umzuarbeiten. Am 1. Juli 1858 stellten Hooker und Lyell die beiden Arbeiten der Linnean Society of London vor. Da Darwins Manuskript vor dem von Wallace vorgestellt wurde, gilt er als der Hauptentdecker der Evolution. Trotzdem freundete sich Wallace mit dem berühmten Naturforscher an.

Weitere Interessensgebiete

Alfred Wallace war ein vielseitig interessierter Mensch. Neben naturwissenschaftlichen Themen wie der Biogeografie oder dem Zusammenhang von Vegetation und Klima beteiligte er sich auch an der öffentlichen Debatte über die Notwendigkeit von Schutzimpfungen. Auch zu der Frage der Marskanäle oder zur Reform des Landbesitzes äußerte er sich.

Ende eines langen Lebens

Alfred R. Wallace starb am 7. November 1913. Er wurde 90 Jahre alt. Im Gegensatz zu seinem Freund Charles Darwin ruht er auf einem kleinen Friedhof in Broadstone/Dorset. Eine Gedenktafel in der Nähe von Darwins Grab in Westminster Abby erinnert an den Begründer der Biogeografie.

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen:

Alfred Russel Wallace: Der Mit-Entdecker der Evolution

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